Abstrakte Gedanken verschmelzen durch reduzierte Objekthaftigkeit in collagenhafte Ausdrücke. Manfred Wiesingers liniengetriebener Strich, findet Fläche und formt mitunter figurale Wesen. Anregende Farbakzente erzählen in feinen Nuancen von kreativer Rastlosigkeit, die sich in jedem Bild neu transformiert.

 

Spielerisch zersetzt Wiesinger statische Formen seiner Bildkompositionen durch filigrane Bewegungen und stellt durch eine vehemente Entgleisung physikalischer Ordnung Realitäten infrage.

 

 Die Ästhetik seiner Kunst kommt überraschend, vibriert und stellt rudimentäre Gleichgültigkeit banaler Konventionen in den Moment. Von animalischer Geburtskraft, verschafft sich jedes Bild durch die Entstehung naiver Strichfiguren oder leuchtender Ebenen seinen eigenen Raum.

Gebrochene Barrieren und die Ausweitung von Normen zelebriert Wiesinger in seiner urkräftigen ungegenständlich figuralen Handschrift.

 

(Text: Mag.a Evelyn Baier)

 

Mich jedes Mal von Neuem überraschen zu lassen und darüber zu staunen, wie ein neues Bild entsteht, darin liegt meine Antriebskraft.

Als wollte das Bild selbst das es gemalt wird, um zu einem bildhaften Ausdruck zu gelangen, der immer wieder neu gesehen, erlebt und enträtselt werden möchte.